Wann lohnt sich ein Jobrad nicht? 5 Gründe, die Sie kennen sollten

Immer mehr Menschen denken darüber nach, sich ein JobRad anzuschaffen. Doch dieses Modell hat auch seine Tücken und es stellt sich oft die Frage: „Wann lohnt sich ein JobRad nicht?“ In diesem Artikel werden wir uns dieser Frage widmen und sowohl die Pros als auch die Contras eines JobRads beleuchten.

Was ist ein JobRad?

Erst einmal sollte geklärt werden, was genau ein JobRad ist. Es handelt sich dabei um ein Fahrrad, Pedelec oder E-Bike, das der Arbeitgeber dem Angestellten zur Verfügung stellt. Dies kann entweder auf Leasing-Basis geschehen oder als Gehaltsumwandlung. In beiden Fällen profitiert der Arbeitnehmer von einer steuerlichen Vergünstigung und hat die Möglichkeit, ein qualitativ hochwertiges Rad zu benutzen, ohne es sofort vollständig bezahlen zu müssen.

Die Vorteile eines JobRads

  1. Zum einen bietet das JobRad eine ausgezeichnete Möglichkeit, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren und damit sowohl den Verkehr als auch den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dies dient nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch dem Umweltschutz.
  2. Zum anderen können Arbeitnehmer mit einem JobRad je nach Einkommen und Fahrrad-Modell signifikant Gewinn erzielen. Dies liegt daran, dass die Kosten für das Fahrrad gegen das zu versteuernde Einkommen gerechnet werden.
  3. Zusätzlich ist die regelmäßige Bewegung auf dem Fahrrad förderlich für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden.

Wann lohnt sich ein JobRad nicht?

So verlockend ein JobRad auf den ersten Blick wirken mag, so gibt es auch einige Punkte, bei denen sich die Anschaffung möglicherweise nicht als vorteilhaft erweist. Diese Punkte sind folgende:

  1. Ein JobRad lohnt sich nicht, wenn der Arbeitsweg sehr kurz ist oder alternativ genauso schnell und bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Die Kosten für das JobRad auf Leasing-Basis sind oft höher als der Preis für ein Monatsticket für Bus und Bahn.
  2. Ebenso steht zu bedenken, dass die Gehaltsumwandlung zwar eine Ersparnis in der Steuerklasse bewirkt, aber auch zu einer reduzierten Rentenversicherung und Arbeitslosengeld führt. Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte lieber vom JobRad absehen.
  3. Bei der Gehaltsumwandlung muss man außerdem im Hinterkopf behalten, dass das Fahrrad bei Vertragsende möglicherweise zurückgegeben werden muss oder man es zum Restwert vom Arbeitgeber kaufen kann. Das heißt aber auch, dass man während der Laufzeit des Leasingvertrags trotz Gehaltsumwandlung nicht der Besitzer des Fahrrads ist.
  4. Schließlich sollte man sich auch die Frage stellen, wie oft man das Rad tatsächlich nutzen wird. Wenn man beispielsweise nur an schönen Wettertagen zum Fahrrad greift oder generell wenig Fahrrad fährt, könnte ein JobRad teurer sein als ein eigenes Fahrrad.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein JobRad vor allem für Menschen interessant ist, die längere Strecken zur Arbeit zurücklegen müssen und diese Wege gerne umweltfreundlich und gesundheitlich wertvoll gestalten wollen. Gleichzeitig bietet es eine finanzielle Ersparnis, was aber je nach der eigenen Lebenssituation und Prioritäten nicht immer als Vorteil bewertet werden kann. Wie bei jeder Entscheidung sollten auch hier die persönlichen Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden. Damit möchten wir die Frage „Wann lohnt sich ein JobRad nicht?“ als individuell zu beantworten kennzeichnen.