Elterngeld und Arbeit: Lohnt sich die Kombination?

Im Kontext der Elternschaft stellen sich viele Fragestellungen rund um das Thema „Elterngeld und Arbeiten, lohnt sich das?“ Tatsächlich ist dies eine wichtige Frage, die viele Eltern bewegt, besonders wenn sie in Erwägung ziehen, während der Elternzeit zu arbeiten. Daher ist es entscheidend, dieses Thema gründlich zu überprüfen, um eine Antwort zu finden.

Was ist Elterngeld und wie funktioniert es?

Elterngeld ist eine staatliche Leistung, die dazu dient, das fehlende Einkommen zu ersetzen, wenn Eltern nach der Geburt ihres Kindes ihre Arbeitszeit reduzieren. Der Betrag, den Sie erhalten, hängt von Ihrem Nettoeinkommen vor der Geburt ab. Je nach Einkommen können Sie zwischen 65% und 100% Ihres Nettoeinkommens erhalten, mindestens jedoch 300 Euro und höchstens 1800 Euro pro Monat.

Arbeiten während der Elternzeit

Es steht außer Frage, dass die Neuankömmlinge in der Familie viel Aufmerksamkeit und Pflege benötigen. Viele Eltern ziehen es daher vor, in den ersten Monaten nach der Geburt vollständig auf Berufstätigkeit zu verzichten. Jedoch kann es aus verschiedenen Gründen notwendig oder wünschenswert sein, während der Elternzeit wieder zu arbeiten – sei es aus finanziellen Gründen, um den beruflichen Aufstieg nicht zu gefährden, oder aus dem Wunsch, einen Teil des bisherigen Lebensstils zu erhalten.

Lohnt sich das Arbeiten während der Elternzeit?

Die Antwort auf diese Frage hängt in erster Linie von der individuellen Situation ab. Beispielsweise ist zu berücksichtigen, wie viele Stunden in der Woche gearbeitet werden können oder sollen, und ob diese Zeit gut mit den Betreuungszeiten abgestimmt werden kann.

  • Elterngeld und Teilzeitarbeit: Wenn Sie während der Elternzeit teilzeitbeschäftigt sind, wird Ihr Verdienst von Ihrem Elterngeld abgezogen. Jedoch wird dieser Betrag nicht eins zu eins abgezogen. Von Ihrem Gehalt werden pauschal 21% für Sozialabgaben und Steuern abgezogen. Nur das damit verbleibende Nettoeinkommen wird auf das Elterngeld angerechnet.
  • Beruflicher Wiedereinstieg und Karriere: Auch wenn es in erster Linie um finanzielle Aspekte geht, darf der berufliche Aspekt nicht vernachlässigt werden. Wer sich zu lange aus dem Job zurückzieht, hat möglicherweise Schwierigkeiten, wieder Fuß zu fassen. Auch die Bedeutung der Arbeit für das persönliche Wohlbefinden darf nicht unterschätzt werden.
  • Zeitaufwand und Stress: Arbeiten und Babybetreuung können zu einer hohen Belastung werden. Die Frage ist also auch, ob Sie die damit verbundenen Stressbelastungen bewältigen können und wollen und ob die Arbeitsbelastung mit den Betreuungszeiten in Einklang zu bringen ist.

Fazit: Elterngeld und Arbeiten, lohnt sich das?

Arbeiten während des Elterngeldbezugs ist oft eine Gratwanderung zwischen finanziellen Aspekten, beruflichen Perspektiven und persönlicher Belastungsgrenze. Letztlich hängt die Entscheidung von vielen individuellen Faktoren ab. Es ist daher empfehlenswert, verschiedene Szenarien durchzurechnen und die Auswirkungen auf Ihr Einkommen, Ihre berufliche Situation und Ihr Wohlbefinden zu betrachten.

Während der Elterngeldperiode zu arbeiten, kann sich also durchaus lohnen, doch ist es kein Allheilmittel für jeden. Die Auswertung der Vor- und Nachteile sowie eine individuelle Betrachtung der Lebensumstände sind ausschlaggebend für eine fundierte Entscheidungsfindung.