Photovoltaik: Ab welcher kWh-Zahl lohnt sich das? Wichtige Infos hier!

Die Entscheidung für Photovoltaik stellt viele Hausbesitzer vor die Frage: „Ab wieviel kWh lohnt sich Photovoltaik?“ In diesem Artikel wird diese Frage gründlich unter die Lupe genommen, um Ihnen eine fundierte Antwort liefern zu können.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Kostenfaktoren bei Photovoltaik

Zuvor sollten wir allerdings einige grundsätzliche Faktoren klären. Die Attraktivität der Photovoltaik hängt nicht nur von den individuellen Verbrauchsmöglichkeiten ab, sondern auch von den jeweils geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Dazu zählen die Einspeisevergütung, die seit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in 2021 an die tatsächliche Einspeisung gekoppelt ist, und die Möglichkeiten zur steuerlichen Absetzung der Anschaffungs- und Betriebskosten.

Gleichzeitig spielen die konkreten Kosten der Photovoltaikanlage sowie die Kosten für den Strombezug eine Rolle. An dieser Stelle ist wichtig zu wissen, dass die Kosten für die Anschaffung von Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren sukzessive gesunken sind, während die Strompreise tendenziell gestiegen sind.

Photovoltaikanlagen und ihr Wirkungsgrad

Photovoltaikanlagen erzeugen aus der Strahlungsenergie der Sonne elektrischen Strom. Je höher die Sonneneinstrahlung, desto mehr Strom erzeugt die Anlage. Daher ist der Standort einer Anlage ein wesentlicher Faktor für die Stromerzeugung.

Darüber hinaus beeinflusst die Leistungsfähigkeit der Anlage, also ihr Wirkungsgrad, die Stromerzeugung. Dieser Wirkungsgrad wird primär durch die Art der Solarzellen bestimmt. Hierbei gibt es verschiedene Technologien, die sich in ihrer Effizienz und damit im Preis-Leistungs-Verhältnis unterscheiden.

Verbrauch und Eigenverbrauch: Die entscheidenden Faktoren

Nun zur wichtigsten Frage: „Ab wieviel kWh lohnt sich Photovoltaik?“ Hier spielen vor allem zwei Variablen eine entscheidende Rolle: der Verbrauch des Haushalts und der Anteil des Eigenverbrauchs.

Der Verbrauch beschreibt die benötigte Menge an Strom. Dieser hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Größe des Haushalts, dem energietechnischen Zustand des Gebäudes und dem Verhalten der Bewohner. Der Durchschnittsverbrauch eines deutschen 4-Personen-Haushalts liegt bei etwa 4.000 kWh/Jahr.

Der Eigenverbrauch ist jener Anteil, der direkt vor Ort verbraucht wird und daher nicht ins öffentliche Netz eingespeist werden muss. Dies ist deswegen von Bedeutung, weil die Vergütung für eingespeisten Strom in der Regel deutlich niedriger ist als der Preis, der für den Bezug aus dem öffentlichen Netz bezahlt werden muss.

Fazit: Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Es lässt sich keine pauschale Aussage treffen, ab wieviel kWh sich eine Photovoltaikanlage lohnt, da dies von vielen individuellen Faktoren abhängt. Dennoch lässt sich sagen, dass sich eine Photovoltaikanlage tendenziell eher ab einem Verbrauch von ca. 3.000 kWh/Jahr lohnt. Vorausgesetzt, ein erheblicher Anteil des erzeugten Stroms kann direkt vor Ort verbraucht werden.

Ein hoher Eigenverbrauch von mindestens 30-40% kann zudem zur Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage beitragen. Darüber hinaus sollte der zukünftige Strompreis berücksichtigt werden. Sollte dieser weiter steigen, würde sich eine Photovoltaikanlage tendenziell schneller amortisieren.

In jedem Fall sollte vor einer Entscheidung eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung durchgeführt werden. Diese berücksichtigt alle relevanten Faktoren. Sie gibt Aufschluss darüber, ob sich die Investition in eine Photovoltaikanlage „lohnt“.

Ein professioneller Photovoltaik-Anbieter oder ein Energieberater kann hierbei helfen, die individuellen Möglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage seriös zu bewerten. Somit können Hausbesitzer fundierte Entscheidungen treffen und einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leisten.